\brief{Ferdinand Canning Scott Schiller an Rudolf Carnap, 7. September 1934}{September 1934} %7.9. oder 9.7. ??? (englische Schreibweise?) %7/9/34 \blockade{Jeder Beistrich von mir ergänzt!} \anrede{Sehr geehrter Herr Kollege,} \haupttext{Ich hatte gestern eine längere Unterredung mit Prof. Morris\IN{\morris}, die mich sehr in der Überzeugung bestärkte, daß die Unterschiede, die zwischen unseren respektiven Anschauungen der Logik bestehen, eigentlich nicht sehr tiefgreifend seien \& darauf zurückzuführen sind, daß Ihr Kreis\II{\schlickzirkel} einigen logischen Eigentümlichkeiten der Sprache bis jetzt noch nicht genügend Rechnung getragen zu haben scheint. Dies bestärkte mich \blockade{sehr} in \neueseite{} meinem Wunsch, vor meiner Abreise von Prag (morgen früh) womöglich noch eine Aussprache mit Ihnen zu haben. Könnten Sie mir deshalb nicht das Vergnügen machen entweder 1) zu Mittag oder 2) abends bei mir hier im Hotel zu speisen? Ist Ihnen das eine oder das andere möglich, so würde ich 1) von 12.30 bis 1.30 auf Sie warten, oder 2) zwischen 6.30 \& 7. Mein eignes Programm für den heutigen Tag ist erst heute Nachmittag Sektion A zu besuchen, \& \neueseite{} an den Schlußveranstaltungen nicht teilzunehmen. Vielleicht erreicht Sie dies Schreiben noch rechtzeitig, so daß Sie mir telephonisch eine Antwort schicken könnten? Mit vorzüglicher Hochachtung} \grussformel{Ihr ergebener\\ F.C.S. Schiller} \ebericht{Brief, hsl., 3 Seiten, \href{https://doi.org/10.48666/870655}{RC 029-26-01}; Briefkopf: gedr. \original{Hotel Alcron \,/\, Praha \,/\, Telefon 262-41}, hsl. \original{7/9/34 \blockade{engl. Schreibweise?}}.}